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    Daseinsvorsorge unverkäuflich

    Senior*innen Oberpfalz

    Daseinsvorsorge unverkäuflich

    ver.di Senioren beim Zweckverband Wasserversorgung Steinwaldgruppe
    ver.di Senioren beim Zweckverband Wasserversorgung Steinwaldgruppe ver.di ver.di Senioren beim Zweckverband Wasserversorgung Steinwaldgruppe


    Die Privatisierungswelle hat in der Vergangenheit auch vor der Daseinsvorsorge nicht Halt gemacht. So wurde bundesweit auch schon mal die Wasserversorgung in private Hände gelegt. Nicht so in der Region. Seit mehr als 50 Jahren sorgt der Zweckverband Steinwaldgruppe – Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth – für zuverlässige und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung.  Beim Besuch der Ver.di Senioren im Wasserwerk Oed gab Betriebsleiter Dipl.Ing. (FH) Matthias Götz einen Überblick zum Versorgungsgebiet, den Förderstandorten, der Wasseraufbereitung, den Pumpwerken und Hochbehältern. Dabei sichern die Gemeinden über eigene Förderung und die Steinwaldgruppe die Versorgung auch weit in die Zukunft. Zwischenzeitlich über 200 km Wasserleitungen bringen Trinkwasser zu den Haushalten und Betrieben.

    In der Diskussion wurden besonders der Klimawandel und Umweltfragen angesprochen. Der Betriebsleiter sieht dabei künftig Probleme bei den oberflächennahen Quellen. Das geförderte Wasser ist sehr alt und natürlich. Das bedeutet, dass das Einsickern sehr lange gedauert hat. Dies führt zu einer sehr guten Qualität und vereinfacht die Aufbereitung. Zur Qualitätssicherung tragen auch besonders die 500 ha Schutzgebiete bei. Wasser steht genügend zur Verfügung, allerdings führen die Veränderungen der Wetterlagen mit Starkregen und Dürrezonen dazu, dass sich die Verfügbarkeit verändern kann. Zu den Bedenken zur Wasserverunreinigung durch die Landwirtschaft sieht er im Fördergebiet der Steinwaldgruppe keine Veranlassung. Die Proben zeigen eine sehr niedrige Belastung. Mit drei Filterstufen ist gewährleistet, dass ein absolut unbedenkliches Produkt beim Verbraucher ankommt. Dabei kann der Versorger aber den letzten Meter vor dem Hahn nicht beeinflussen. Götz empfiehlt für die Zukunft Flächengießen sollte vermieden werden, Brauchwasser bei Regen gespeichert und die Versiegelung von Flächen gering gehalten werden.

    Für die Gewerkschafter war wichtig zu betonen, dass die Daseinsvorsorge nicht privatisiert werden darf. Mit der Betriebsform Zweckverband handelt es sich um eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Damit ist auch die Tarifbindung verbunden. Um auch hier weiterhin die notwendigen Fachkräfte zu bekommen muss die richtige Tarifzuordnung gefunden werden, betonte Manfred Haberzeth, Vorsitzender der Ver.di Senioren.

    Beim Leinerbauern schloss sich dann  eine Arbeitssitzung mit Bilanz zur Seniorenbetreuung unter Coronabedingungen an. Gleichzeitig wurden die Rahmenbedingungen für das Jahr 2021 festgelegt.