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    Qualifikation rettet Leben

    Bäder

    Qualifikation rettet Leben

    Wohin geht die Reise im Bäderbereich?

    Im Osserbad Lam trafen sich Bäderbeschäftigte aus der Oberpfalz und Niederbayern zu einer Fachtagung der Gewerkschaft ver.di und tauschten sich über die neuesten Entwicklungen in Technik, Arbeitssicherheit und Branchentrends aus. Dabei konnten sie auf Einladung von Bürgermeister Paul Roßberger einen Blick hinter die Kulissen des Osserbads in Lam werfen und zeigten sich beeindruckt von der familienfreundlichen Vielfalt des Ganzjahresbades.

    Im Anschluss ging es bei einer Sicherheitsunterweisung zum Thema Chlorgas um eine Reduzierung möglicher Gefahrenquellen. Diese spielen für die Wasseraufbereitung eine wesentliche Rolle, sind gleichzeitig jedoch äußerst schädlich. Eine regelmäßige Auseinandersetzung mit den Sicherheitshinweisen, regelmäßige Wartung und eine gute persönliche Schutzausrüstung sind wichtig für die Prävention von Unfällen und die Vermeidung von Gefahren für die Beschäftigten und die Gäste. "Die wenigsten wissen, dass die Fachangestellten für Bäderbetriebe auch für die chemikalischen und technischen Prozesse zuständig sind und mit welchen Risiken diese teilweise verbunden sind", unterstrich der Sprecher der Bäder-Fachgruppe Rüdger Frey. "Vielen ist unbekannt, dass die Fachkräfte als Garanten für Sicherheit und Qualität in den Bädern nicht nur für die Wasser- und Betriebsaufsicht sorgen, sondern auch durch qualitative Angebote wie Fitness oder Schwimmunterricht nachhaltig die Attraktivität von Bädern beeinflussen".

    ver.di-Fachtagung der Bäderbeschäftigten Oberpfalz und Niederbayern ver.di ver.di-Fachtagung der Bäderbeschäftigten Oberpfalz und Niederbayern

    In diesem Zusammenhang wurden die derzeitigen Überlegungen zur Senkung der Sicherheitsstandards in Bäderbetrieben auch äußerst kritisch gesehen. Hierbei überlegt die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen, die hier übliche Richtlinie zu überarbeiten und einen sogenannten "Badebetriebsassistenten mit Führungsverantwortung" unterhalb der beruflichen Bildungsstufe Fachangestellte/r für Bäderbetriebe zu etablieren.

    "Wir als Gewerkschaft ver.di lehnen die Etablierung solcher niedrigqualifizierter Berufsbilder ab, weil dies nicht zur Attraktivität des Berufsfeldes führt und damit keine qualifizierten Kräfte geworben werden. Die Bäder suchen schon jetzt händeringend nach neuem Personal - eine Aufweichung der Sicherheitsstandards schadet den Beschäftigten, Trägern und Gästen", erläuterte ver.di Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner.

    ver.di-Fachtagung der Bäderbeschäftigten Oberpfalz und Niederbayern ver.di ver.di-Fachtagung der Bäderbeschäftigten Oberpfalz und Niederbayern
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