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    Mehr braucht mehr!

    #SuE 2022 Oberpfalz

    Aufwertung der Sozialen Arbeit - Mehr braucht mehr!

    ver.di Oberpfalz ruft für den 12. Mai erneut die Einrichtungen der Stadt Regensburg zum Warnstreik auf
    SuE-Aktionstag am 29.03.2022 in Bremen Matthias Klump ver.di Oberpfalz ruft für den 12. Mai erneut die Einrichtungen der Stadt Regensburg zum Warnstreik auf


    „Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde erhöhen wir den Druck auf die Arbeitgeberseite und rufen die kommunalen Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes in den Kinderbetreuungseinrichtungen, der schulischen Ganztagsbetreuung sowie in den sozialpädagogischen Einrichtungen und Stellen der Stadt Regensburg am 12. Mai erneut zum Warnstreik auf. Wir wollen eine Einigung mit der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände auf dem Verhandlungsweg. Hierzu brauchen wir aber erst einmal ein verhandlungsfähiges Angebot, was die öffentlichen Arbeitgeber bisher nicht in Ansätzen vorgelegt haben “, erklärt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) bestimmt.

    „Dies kann zu Einschränkungen in der Kinderbetreuung führen. Pandemiebedingt sind aus Infektionsschutzgründen Notgruppen derzeit nicht möglich. Wir wissen, dass dies für die Eltern erneut erhebliche Umstände bedeutet und erhoffen uns dennoch ihre Unterstützung“ ergänzt er und verweist die Eltern auf die entsprechenden Informationsmöglichkeiten bei der Stadt Regensburg in den Einrichtungen sowie über die Internetseite der Stadt. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich eine Tarifeinigung zu erzielen und hoffen durch den erhöhten Druck auf die Arbeitgeber auch einen für beide Seiten annehmbaren Kompromiss zu finden. Wir fordern die Arbeitgeber auf, ein vernünftiges Angebot vorzulegen, damit die berechtigen Forderungen der Beschäftigten erfüllt werden können!“ so Gröbner weiter.

    ver.di hätte gerne bereits in den letzten Verhandlungsrunden ernsthaft mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände über die Möglichkeiten der Entlastung der Beschäftigten und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel beraten. Diese Chance sei bisher leider vertan worden. Gerade in dieser stark belasteten Arbeitssituation wäre ein Zeichen der Anerkennung der Leistung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst angebracht gewesen.

    In diesem Arbeitsfeld arbeiten über 83% Frauen, in den Kinderbetreuungseinrichtungen sogar 95 Prozent. Deshalb hofften die Beschäftigten auch auf das Verständnis der Eltern für ihre berechtigten Forderungen.

    Hintergrundinformationen:

    Seit Jahren gebe es aufgrund der mangelhaften Arbeitsbedingungen und nicht angemessenen Gehälter eine starke Fluktuation weg aus dem Arbeitsfeld und das bei einem sich zuspitzenden Fachkräftemangel in den Arbeitsfeldern des Sozial- und Erziehungsdienstes. Deshalb hat ver.di in den Tarifverhandlungen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit als Forderung aufgenommen.

    Die nächsten Verhandlungen finden am 16./17. Mai 2022 in Potsdam statt.