Jetzt seid Ihr dran!

    Signalwirkung für kommende Tarifauseinandersetzungen

    Tarifrunde ÖD 2020 Oberpfalz

    Signalwirkung für kommende Tarifauseinandersetzungen

    Beschäftigte der bayerischen Studentenwerke solidarisch mit den Beschäftigten im Tarifbereich öffentlicher Dienst
    Beschäftigte der bayerischen Studentenwerke solidarisch mit den Beschäftigten im Tarifbereich öffentlicher Dienst ver.di Beschäftigte der bayerischen Studentenwerke solidarisch mit den Beschäftigten im Tarifbereich öffentlicher Dienst


    Die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst spitzt sich zu. Am Dienstag, den 06. Oktober 2020 positionierten sich nun auch die Personalvertretungen aller bayerischen Studierendenwerke am Rande einer Arbeitstagung in Regensburg. Sie stehen geschlossen hinter den Forderungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen und wollen die Kolleginnen und Kollegen in der Tarifauseinandersetzung unterstützen.

    „Noch vor wenigen Tagen überschlug sich die Politik mit Lobeshymnen und Beifall für die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in der Corona-Krise. Heute wird jeder Cent dreimal umgedreht und versucht, die berechtigten Forderungen der Beschäftigten mit einem Handstreich vom Tisch zu wischen. Traurig, nachdem die Beschäftigten im öffentlichen Dienst monatelang dieses Land in dieser unüberschaubar schwierigen Zeit am Laufen gehalten haben und auch weiter halten werden.“ konstatiert Marina Mühlbauer, Gewerkschaftssekretärin im ver.di Bezirk Oberpfalz. „Diese Leistung muss auch finanziell anerkannt und gewürdigt werden, denn von Beifall zahlt sich keine Miete.“

    In eine ähnliche Richtung argumentiert auch Josef Wolf, scheidender Gesamtpersonalratsvorsitzender des Studentenwerkes Niederbayern/Oberpfalz: „Die Corona-Pandemie markiert einen Wendepunkt: Sowohl unsere Arbeitswelt als auch unser Alltagsleben hat sich durch die Pandemie enorm verändert. Und doch bleibt ein Grundsatz unverrückbar: Solidarität ist ein wichtiges Gut und Zeichen der Stärke der Gewerkschaften.“

    Die Personalvertretungen der bayerischen Studierendenwerke stehen geschlossen hinter den Forderungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen.

    Signalwirkung für kommende Tarifauseinandersetzungen

    „Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen entwickeln auch Signalwirkung für kommende Tarifauseinandersetzungen, in der Privatwirtschaft aber auch für die Tarifrunde Länder 2021.“ stellt Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di in der Oberpfalz, heraus: „Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst sind möglich. Wenn die Reichen in diesem Land immer reicher werden, wie sich jetzt wohl auch in dieser Krise wieder herausstellt, müssen diese dringend am gesellschaftlichen Gemeinwohl und damit der Finanzierung des Personals in der öffentlichen Daseinsvorsorge herangezogen werden.

    Aber jetzt sind erst einmal die kommunalen Arbeitgeber am Zug, der Leistung ihrer Belegschaft auch Respekt und Wertschätzung zu zollen, Verantwortung zu übernehmen und eine berechtigte Einkommenserhöhung zu ermöglichen. Wir fordern dies ein!“

    Marina Mühlbauer schließt ab: „Ich erlebe in dieser Tarifrunde viel Zuspruch, die Kolleginnen und Kollegen sind sehr aktiv und die Gesellschaft steht breit hinter den Forderungen der Beschäftigten. Nachdem auch in der 2. Verhandlungsrunde von den Arbeitsgebern kein Angebot vorgelegt wurde, muss dieses Schauspiel der Arbeitgeberseite endlich ein Ende haben. Wir erwarten endlich ein tragfähiges Angebot der Arbeitgeberseite.“

    Hintergrundinformationen:

    ver.di fordert für 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro und die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro für den gesamten öffentlichen Dienst.

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