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    #SuE 2022 Oberpfalz

    Ein klares Signal

    ver.di Oberpfalz setzt klares Signal der Beschäftigten beim Oberpfälzer Warnstreiktag in Regensburg
    SuE-Aktionstag am 04.05.2022 in Regensburg ver.di SuE-Aktionstag am 04.05.2022 in Regensburg


    „Beim heutigen Warnstreiktag im Sozial- und Erziehungsdienst in der Oberpfalz haben über 250 Kolleginnen und Kollegen in der Streikversammlung und dem anschließenden Demozug in die Regensburger Altstadt zur Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus gegenüber den öffentlichen Arbeitgebern ein klares Signal in der laufenden Tarifrunde gesetzt, unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“ Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) enttäuscht. Nachdem die Arbeitgeber in zwei erfolglosen Verhandlungsrunden kein Angebot auf die berechtigten Forderungen der Sozialarbeiter*innen, der Erzieher*innen und vieler weiterer Beschäftigten in den Kitas, in der sozialen Arbeit und in den Einrichtungen der Behindertenhilfe unterbreitet hatten, hatte ver.di neben Streikdelegierten der MedBO, die betroffenen kommunalen Beschäftigten in der Sozialen Arbeit des Landratsamtes Regensburg, den Kitas der Städte Weiden i. d. OPf. und Schnaittenbach, der Gemeinde Wackerdorf sowie der Kitas, der Mittagsbetreuung und der Sozialen Dienste der Stadt Regensburg am 4. Mai zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Gerade in dieser stark belasteten Arbeitssituation wäre ein Zeichen der Anerkennung der Leistung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst angebracht gewesen. „Nach wie vor mauern die Arbeitgeber in dieser Tarifrunde. Deshalb werden wir in unserer Arbeitskampfleitung die weitere Vorgehensweise vor der nächsten Verhandlungsrunde beraten“ so Gröbner weiter.

    Hintergrundinformationen:

    Seit Jahren gebe es aufgrund der mangelhaften Arbeitsbedingungen und nicht angemessenen Gehälter eine starke Fluktuation weg aus dem Arbeitsfeld und das bei einem sich zuspitzenden Fachkräftemangel in den Arbeitsfeldern des Sozial- und Erziehungsdienstes. Deshalb hat ver.di in den Tarifverhandlungen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit als Forderung aufgenommen.

    In der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst im öffentlichen Dienst der Kommunen hatte es Ende März keine Annäherung gegeben. ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16./17. Mai in Potsdam statt.